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Smarte Community gewinnt Watt d'Or 2023 – Optimatik siegt mit

Am 12. Januar wurden in Bern die diesjährigen Preisträger des begehrten Watt d’Or ausgezeichnet. Mittendrin auch die Optimatik AG. In der Kategorie Energietechnologien wurde das Tessiner Pilotprojekt “Lugaggia Innovation Community” ausgezeichnet, für welches Optimatik die Softwarelösung FlexManager zur intelligenten Steuerung von verfügbaren Flexibilitäten im Stromnetz mitentwickelte.

Im Sommer 2022 wurde in Lugaggia, einem kleinen Dorf unweit von Lugano, ein wegweisendes dreijähriges Pilotprojekt abgeschlossen. Es wies erfolgreich nach, dass ein intelligent vernetzter und gesteuerter Zusammenschluss von Stromverbrauchern und Solarstromproduzenten den Eigenversorgungsgrad markant erhöhen kann. Das Projekt Lugaggia Innovation Community (LIC) wurde nun in der Kategorie Energietechnologien mit dem begehrten Watt d’Or vom Bundesamt für Energie ausgezeichnet. Hinter diesem sonnigen Zusammenschluss, der Lugaggia Innovation Community (LIC), stecken der regionale Verteilnetzbetreiber Azienda Elettrica di Massagno AEM, die Fachhochschule Südschweiz SUPSI, die Unternehmen Hive Power SA und Optimatik AG.

Für das Pilotprojekt wurde eigens eine Stromleitung verlegt, um die angeschlossenen Gebäude zu einem gesetzeskonformen Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) zu verbinden. Herzstück ist ein öffentliches Gebäude von Lugaggia. Auf diesem Gebäude ist eine 30 kW Photovoltaikanlage installiert und im Keller steht die 60 kWh Quartierbatterie der Gemeinschaft. Im Schaltkasten, in dem die Anschlüsse aller Häuser zusammenkommen, gibt es nur einen Stromzähler, da die Gemeinschaft für AEM als ein einziger Kunde gilt. Der Strom aus der PV-Anlage wird in erster Linie im Gebäude verbraucht, der Rest fliesst über das Quartiernetz zu den anderen Verbrauchern. Wird mehr Strom verbraucht als produziert wird, wird zuerst die Batterie angezapft und erst wenn diese leer ist, das öffentliche Stromnetz.

Gesteuert werden Batterie und Verbrauch automatisch über den FlexManager (intelligentes Lastmanagement) der Optimatik AG, basierend auf einem intelligenten Algorithmus, der die Lastprofile der Gebäude basierend auf historischen Verbrauchsdaten und Prognosen (Wetter und Ereignis) zuverlässig abschätzt. Ergebnis: Der Eigenverbrauch des selbst produzierten Stroms der Community wird laufend optimiert und stieg zuletzt auf 94 Prozent. Zuvor lag der Autarkiegrad gerade mal bei rund 30 Prozent. Die Gemeinschaft musste dadurch weniger Energie aus dem öffentlichen Netz «beziehen» und konnte somit einen deutlich höheren Eigenverbrauch generieren. Dadurch konnten die Energiekosten deutlich gesenkt werden.

Das Ziel, den Eigenverbrauch des ZEV mittels künstlicher Intelligenz und Smart Metern zu optimieren, wurde also erreicht. Im Rahmen des Projekts wurden zudem die Vorund Nachteile eines zentralen und eines dezentralen Systems untersucht. «Es hat sich gezeigt, dass eine zentrale Plattform (FlexManager von Optimatik AG), die beispielsweise Wärmepumpen und Boiler steuert, effizienter ist, als wenn die einzelnen Smart Meter der Haushalte direkt miteinander kommunizieren.», erklärt Prof. Vasco Medici, Leiter Sektor Energiesysteme an der SUPSI.